„ Ich will zeigen, dass eine Frau mit Kopftuch ganz bestimmt nicht alle deine Stereotypen erfüllen wird.“ 

Esra Karakaya aus Berlin

@ms_blackrock, #generationgrenzenlos

Esra (28) aus Berlin 

Esra setzt sich für mehr Diversität ein 

Esra Karakaya ist Journalistin, Moderatorin und Gründerin. In ihrer Talkshow „Karakaya Talk“ lässt sie Menschen zu Wort kommen, die im öffentlichen Diskurs oft unterrepräsentiert sind oder eindimensional dargestellt werden und dadurch zu wenig gehört werden. Besonders People of Color und Menschen aus der LGBTQ Community möchte sie einbeziehen und so die Medienlandschaft in Deutschland diverser machen. 

Eine Frau mit Kopftuch in der deutschen Medienlandschaft 

Nach ihrem Studium der Musik- und Medienwissenschaften kam ihr die Idee für ein eigenes Talkshow-Format von und für Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen: „Blackrock Talk“ war geboren. Das Format fand in kürzester Zeit eine große Fangemeinde. Seit Oktober 2019 produzieren Esra und ihr Team für „FUNK“, das Content-Netzwerk von ARD und ZDF, den Talkshow-Nachfolger „Karakaya Talk“. 

Bei Karakaya Talk lädt sie ihre Gäste auf einen Çay ein, um mit ihnen kritisch über verschiedenste aktuelle Themen wie Pop, Politik oder Dating zu diskutieren. Wichtig ist dabei, dass immer aus der Perspektive der Betroffenen erzählt wird. Es wird nicht ÜBER „Frauen mit Kopftuch“ gesprochen, sondern MIT und VON ihnen.  

Esra empfand es selbst als große Herausforderung, als Frau mit Kopftuch in der Medienwelt ernst genommen zu werden und musste lernen, für ihre Anliegen einzustehen, daran festzuhalten und selbstbewusst aufzutreten.  

„Das sind nicht nur Menschen, das sind auch Meinungen und Realitäten, Erfahrungen, die ich versuche, ein bisschen nach vorne zu holen!“  

Sie möchte mit ihrer Show klar machen, dass ein empathischer und respektvoller Umgang mit Menschen verschiedenster Hintergründe als Fundament für eine gesunde und ehrliche Diskussionskultur dienen kann.  

Esras Ziel ist es, dass Karakaya Talk wie jede andere Talkshow wahrgenommen wird und irgendwann in der deutschen Medienlandschaft Fuß fässt.  

Parallel ist sie Creative-Mind bei den „Datteltätern“, ebenfalls ein FUNK-Kanal, die selbstredend als „das neue Satire-Kalifat im Herzen von Youtube“ kreativ und mit viel Humor gängige Stereotypen und Vorurteile gegenüber Musliminnen und Muslimen erklären.  

 „Gegen den Selbsthass, für die Liebe“ 

Esra Karakaya wurde in Berlin-Wedding geboren, wo sie auch heute noch lebt und arbeitet. Ihre Mutter stammt aus Südkorea, ihr Vater aus der Türkei. Während Esras Kindheit, stieg ihre Familie von der Arbeiterklasse in den Mittelstand auf, was Esra mit gemischten Gefühlen erlebte: Einerseits genoss sie die neuen Privilegien, andererseits fühlte sie sich ihrem sozialen Umfeld nicht mehr zugehörig.  

Als Jugendliche entsprach Esra - wie sie es selbst beschreibt - nicht dem gängigen Schönheitsideal. Sie entwickelte als Kind einen starken Selbsthass, mit dem sie lange zu kämpfen hatte: Sie zweifelte nicht nur an sich selbst, sondern auch an ihrem Glauben und überlegte, ihr Kopftuch abzulegen. Auf der Suche nach der Rolle, die sie in dieser Welt einnehmen wollte, entschied sie sich schließlich aus eigener Kraft „gegen den Hass und für die Liebe“.  

Esra sagt heute, dass dieser „Selbsthass“ dazu führte, dass sie ihre Talkshow gründete: Der Prozess des eigenen Annehmens lehrte sie, „eine Selbstverständlichkeit in dieser Welt für sich einzufordern“. Ihr Kopftuch hat sie behalten und trägt es seitdem sehr bewusst und mit Stolz. Ihr Kopftuch repräsentiert für sie ihren fortwährenden spirituellen Prozess. 

Grenzenlos: Esra missachtet bewusst die Grenzen, die ihr auferlegt wurden 

Esra sagt heute, dass sie verstanden hat, dass sie und ihre Geschichte relevant und wichtig sind. Den Mut, den sie tagtäglich einsetzt, um medial unterrepräsentierten Gruppen eine Stimme zu verleihen, erarbeitete sie sich selbst aus den Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend. Trotz starker Selbstzweifel überwand sie ihre persönlichen Grenzen und setzte sich für sich selbst und damit für andere ein. 

„Wenn wir nachhaltig eine vielfältige Gesellschaft aufbauen wollen, dann müssen wir sicherstellen, dass Strukturen gebaut werden, in denen jede Person den gleichen Zugang zu Ressourcen hat.“

 

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