"Der krasseste Moment in meinem Leben war meine allererste Reanimation.“

Marius Zimmer aus Mücke

@ma_be_zi, #generationgrenzenlos

Marius (26) aus Mücke

Marius begeistert junge Menschen für soziale Berufe und das Ehrenamt

Marius Zimmer lebt und liebt seinen Beruf als Notfallsanitäter und sein ehrenamtliches Engagement beim Katastrophenschutz. Menschen zu retten und das Wohlergehen anderer liegen ihm am Herzen. Marius‘ Engagement geht aber noch weiter: Sein Ziel ist es, möglichst viele junge Menschen für seinen Berufsstand und das Ehrenamt zu begeistern. Daher arbeitet er neben seinem Hauptberuf daran, das Rettungswesen über die sozialen Medien populär zu machen. Mit Erfolg, denn die Zahl der Follower steigt seit den ersten Videoveröffentlichungen stetig.

Seit 2018 leitet er den „Blaulichtkanal“, der seit einigen Monaten von der „funk“ Mediengruppe produziert wird. Der Kanal zeigt auf kreative und spannende Weise den facettenreichen Arbeitsalltag von Marius und seinem Team, das selbst im Bereich Rettungsdienst, Feuerwehr oder in Bereitschaften aktiv ist.

Marius hat für den Erfolg viele Grenzen abgebaut: Zum einen räumt er mit Vorurteilen und Unwissenheit gegenüber seinem Beruf auf. Zum anderen hat er auch starke Widerstände aus dem eigenen Berufsstand überwunden. Seine Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien überzeugt: Viele jungen Menschen konnten für die Branche gewonnen werden.

Ein Leben für die Lebensrettung

Marius Zimmer trat mit 10 Jahren der Freiwilligen Feuerwehr bei. Nach seinem Abitur und einem FSJ entschied er sich für die Ausbildung beim Rettungsdienst und arbeitet seither hautberuflich als Notfallsanitäter. Darüber hinaus engagiert er sich ehrenamtlich beim Katastrophenschutz, bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft und als Bereitschaftsleiter beim Deutschen Roten Kreuz. Eine der intensivsten Momente aus seinem Berufsalltag war, als er zum ersten Mal einen Menschen reanimiert hat. Gutes zu tun, Menschenleben zu retten und sich dafür zu engagieren, dass die helfenden Berufe wieder populär werden, sind für ihn wesentlicher Bestandteil seines Alltags.

Seine Motivation für den Beruf bekommt er auch in den Momenten, wenn Menschen seine Arbeit wertschätzen: „Wenn man Menschen gerettet hat und sie bedanken sich – das kommt nicht so oft vor – aber die wenigen Male reichen schon, um genau zu wissen, warum man das macht.“Marius liegt viel daran, das Ehrenamt und soziale Berufe gesellschaftlich wieder in den Vordergrund zu rücken und anderen Menschen zu helfen als sinnstiftende und erfüllende Aufgabe zu vermitteln. Denn „die meisten machen sich keine Gedanken über andere Menschen, ohne, dass sie davon einen Eigennutz haben.“

Der „Blaulichtkanal“ zeigt den Arbeitsalltag aus der „Welt des Rettens“

Wir von Blaulichtkanal möchten Euch, Retter und Interessierte, mitnehmen in die Welt des Rettens. In unserem Kanal möchten wir Euch Einblicke in die verschiedensten Seiten und Facetten des Blaulichtmilieus ermöglichen.“

Zum einen zeigt Marius, wie anspruchsvoll und vielfältig soziale Berufe, wie der Rettungsdienst, sind. „Das, was die Leute im Rettungsdienst da draußen machen, ist viel mehr, als man denkt,“ sagt er. Er nutzt aber auch die Öffentlichkeit dafür, Probleme des Berufstands anzusprechen, allen voran die geringen Verdienstmöglichkeiten und mangelnde Wertschätzung. Ihm liegt viel daran, junge Menschen von dem Beruf zu überzeugen, denn nicht nur das Ehrenamt, auch der Rettungsdienst leidet unter massivem Nachwuchsmangel. Marius möchte seinen Teil dazu beitragen, um dieser Negativentwicklung entgegenzuwirken.

Mit spannenden Videos nehmen Marius und sein Team vom „Blaulichtkanal“ die Zuschauer mit in die Welt des „Blaulichtmilieus“ und zeigen ihnen seine vielen Facetten. Angefangen bei den verschiedenen Möglichkeiten Menschenleben zu retten, gibt der Kanal auch nützliche Alltagstipps für den Notfall. Darüber hinaus vermittelt er einen Überblick darüber, wie man sich engagieren kann.

Marius überwindet die Grenze zwischen traditionellen Institutionen und der digitalen Welt

In Zukunft möchte Marius sich noch intensiver dem „Blaulichtkanal“ widmen, aber aufgeben möchte er dafür seinen Beruf nicht, denn die Rettung von Menschen in Not steht bei ihm nach wie vor an erster Stelle.

Marius ist grenzenlos, denn er zeigt jungen Menschen,wie facettenreich und anspruchsvoll es ist, anderen Menschen in Notsituationen zu helfen. Mit seinem Engagement in den sozialen Medien begeistert er junge Menschen für das Ehrenamt und soziale Berufe, in dem er die Grenze zwischen traditionellen Institutionen und der digitalen Welt überwindet.

Kurzinterview

Was inspiriert dich? Hast du Vorbilder?

Da mein Vater schon in der Feuerwehr aktiv war, war für mich schon als Kind klar: Ich möchte auch zur Feuerwehr. Somit bin ich mit etwa 10 Jahren in die Jugendfeuerwehr eingetreten. Das hat mich sehr geprägt und ich würde es jedem jungen Menschen sehr empfehlen. In der Jugendfeuerwehr bekommt man als Kind schon viel mit und lernt viel für seine spätere Entwicklung. Als ich alt genug für die richtige Feuerwehr war, bin ich mit 17 dort eingetreten und bin seither nun dabei. Also seit fast 10 Jahren. Zur selben Zeit arbeitete meine Schwester schon im Rettungsdienst und erzählte mir immer viel von der spannenden Arbeit dort. Das hat mich so inspiriert, dass ich mich nach meinem Fachabi entschloss, dort ein FSJ zu machen, um so in die Arbeit reinschnuppern zu können.

Wie sieht deine tägliche Arbeit aus?

Ganz unterschiedlich. Da gibt es keine pauschale Aussage, es komm ganz darauf an, welche Arbeit gemeint ist. Ich habe immer viel zu tun, ob es die hauptamtliche Arbeit im Rettungsdienst, wo jeder Tag anders ist, die ehrenamtliche Arbeit oder die Arbeit im Blaulichtkanal. Freizeit kommt meist zu kurz. Im Rettungsdienst ist kein Tag wie der andere. Jeder Einsatz ist unterschiedlich und auch die Wachbereiche sind ganz verschieden. Somit hat man dort immer viel Abwechslung. Durch das Kontaktverbot und Corona kommt das Ehrenamt momentan sehr kurz. Wir treffen uns nicht mehr zu regelmäßigen Übungen, sondern nur noch im Einsatz, wenn der Ernstfall eintritt. Das kann theoretisch immer passieren. Ob Zuhause, nachts im Bett, beim Essen oder wenn man gerade mit Freunden unterwegs ist. Dann muss man mit der aktuellen Beschäftigung aufhören und los zum Einsatz. Die Arbeit im Blaulichtkanal bindet mich wöchentlich mit etwa 25 Stunden ein. Da heißt es, viel zu organisieren, Termine klären, Drehs vorbereiten und durchführen, auf Instagram aktiv sein und das Communitymanagement am Laufen halten. Das ist quasi ein Vollzeit-Nebenjob. Man hat eigentlich jeden Tag etwas zu tun, denn wir laden jeden Sonntag ein neues Video hoch. Das Ganze macht viel Arbeit. Da wir den Blaulichtkanal als Firma betreiben, muss sich natürlich auch um die Firmenangelegenheiten gekümmert werden. All das neben der hauptamtlichen Stelle im Rettungsdienst, mit 48 Stunden die Woche und dem Ehrenamt. Eine gewaltige Aufgabe.

Was möchtest du jungen Menschen mitgeben?

Ehrenämter sind viel mehr, als man denkt. Man kann im Ehrenamt so viel Spaß haben und erleben. Aber auch Berufe wie der Rettungsdienst sind unglaublich spannend. Man wird zwar nicht reich dadurch, aber Geld ist bei weitem nicht alles im Leben. Solch ein Beruf oder Ehrenamt kann einem persönlich einfach unglaublich viel geben und einem ein großartiges Gefühl geben. Denn was ist schöner, als etwas Sinnvolles zu tun und einem Nächsten helfen zu können.

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