„Und macht euch nicht so große Sorgen um uns. Uns geht es ja gut. Wir haben ein cooles Leben.“ 

Natalie Dedreux aus Köln

@natalie.dedreux, #generationgrenzenlos

 

Natalie (21) aus Köln

Sie ist Aktivistin, Journalistin und Inkluencerin

Natalie Dedreux ist 1998 geboren und lebt in Köln. Sie ist Aktivistin, Journalistin und Inkluencerin mit Down-Syndrom. Ihr Engagement wird von der Überzeugung getragen, dass das Leben mit Down-Syndrom cool und lebenswert ist. Und das möchte sie auch anderen Menschen vermitteln.

Natalie schreibt und klärt auf

Als angehende Journalistin berichtet sie auf verschiedenen Plattformen über Themen zu Menschen mit Down-Syndrom. In ihrem Blog und auf ihrem Instagram-Kanal teilt Natalie ihre Gedanken, Ansichten und Träume. Außerdem schreibt sie für den Ohrenkuss - ein Magazin von Menschen mit Down-Syndrom. Beim Forschungsinstitut Touchdown 21 erarbeitet sie gemeinsam mit anderen eine umfassende Wissenssammlung zu dem Thema.  

Sie fordert: “Inklusion statt Selektion”  

Unabhängigkeit sowie berufliche und private Entwicklungschancen für Menschen mit Down-Syndrom sind ihr ein sehr wichtiges Anliegen: Sie fordert gleiche Chancen für sich und andere ein. Dazu gehört die Möglichkeit, selbstständig zu sein und sich sein Berufs- und Privatleben nach den eigenen Wünschen gestalten zu können.  

Die Vorstellung, dass es auf dieser Welt keine Menschen mit Down-Syndrom mehr gibt, findet Natalie traurig. Daher nutzt sie viele Gelegenheiten, um ihre Botschaft „Inklusion statt Selektion“ zu verbreiten. Sie nimmt oft an Demonstrationen und Podiumsdiskussionen teil und berichtet darüber. Besonders stolz ist sie auf ihren Wortbeitrag in der Wahlarena 2017. Dort fragte sie Angela Merkel, warum Spätabtreibungen bei Babys mit Down-Syndrom erlaubt seien und regte hiermit eine große Diskussion an. Hierfür bekam sie später den Preis der Lebenshilfe „Bobby“.  

2019 ging sie mit ihrem Anliegen noch einen Schritt weiter. So hat sie eine Online-Petition gegen pränatale Bluttests ins Leben gerufen, mit denen man feststellen kann, ob ein Ungeborenes das Down-Syndrom hat oder nicht. Damit  möchte sie erreichen, dass die Kosten für diesen Test nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Bislang haben fast 25.000 Menschen die Petition unterzeichnet. 

Ihr Engagement inspiriert grenzenlos 

Natalie Dedreux klärt auf und überzeugt. Durch ihr aktives Engagement in der Öffentlichkeit, baut sie Ängste und Vorurteile ab. Sie zeigt, dass das Down-Syndrom weder als Defizit noch Krankheit wahrgenommen werden muss, sondern die Vielfalt unserer Gesellschaft abbildet.  

Vor kurzem ist sie in eine Wohngemeinschaft gezogen. Ihren Traumberuf Journalistin hat sie fest im Blick. Sie reist gerne, spielt Theater und möchte später in Dubai leben. Indem Natalie ihre Ideen realisiert und in der Öffentlichkeit gleiche Rechte für alle einfordert, inspiriert sie andere und verbreitet zugleich grenzenlosen Optimismus. 

Kurzinterview

Natalie, wie bist du aktiv geworden?  

Ich habe mit der Frau Merkel gesprochen und habe ihr auch eine mutige und persönliche Frage gestellt. Und ich habe mir dafür auch einen Preis von der Lebenshilfe verdient und dass ich den Preis bekommen habe und seither auch bekannt und berühmt bin war das ein sehr gutes Erlebnis.  

Was inspiriert dich? Hast du Vorbilder?  

Der Tim Gido hatte auch das Down-Syndrom. Der hat seine eigene Abtreibung überlebt und mit 21 Jahre ist er gestorben. Ich will das Menschen mit Down- Syndrom auf der Welt bleiben. Der Tim hat auch gerne gelebt. Deswegen setze ich mich fürs Down-Syndrom ein.

Was möchtest du anderen jungen Menschen mitgeben? 

Ihr sollt keine Angst vor uns haben!

 

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