„Wir haben Meinungsfreiheit. Jeder darf seine Meinung sagen, aber deshalb muss nicht jede Meinung akzeptiert werden.“

Sven Richter aus Zwickau

@fortschrittvisiondiskurs, #generationgrenzenlos

Sven (20) aus Zwickau 

Durch kreative Diskussionsformate für die Politik begeistern 

Sven Richter ist Mitgründer des gemeinnützigen Vereins „Fortschritt-Vision-Diskurs e.V.“, in dem er und sein Team kreative Diskussionsformate in Sachsen organisieren, um junge Leute parteiübergreifend für Politik zu begeistern.   

Wohin mit guten Ideen, Motivation und Begeisterung? 

Aus dem Mangel an Räumen, in denen sich interessierte junge Menschen austauschen und Ideen entwickeln können, entstand 2018 „Fortschritt-Vision-Diskurs e.V.“ (ForViD e.V.): ein Verein, mit dem Ziel, Jugendliche und junge Erwachsene, die sich noch in der Phase ihrer Meinungsbildung befinden, zum Austauschen und Diskutieren anzuregen. ForViD e.V. sieht die Debatten- und Diskussionskultur als einen Grundpfeiler unserer freiheitlichen Demokratie und bietet einen Rahmen, sich auszuprobieren und sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen. 
„Ich denke, eine persönliche Hürde, die man erstmal überwinden muss, ist, dass man „es“ einfach macht und dass man Verantwortung übernimmt“ sagt Sven über die Gründung des ForViD e.V..

Kritisch über eigene und andere Standpunkte nachdenken 

Zentrale Veranstaltungsformate des ForViD e.V. sind beispielsweise die „24 Stunden Diskussion“, das „Gebabbel zur Landtagswahl“, das „Kandidatengrillen“ oder die Diskussionsreihe „Zukunft“, bei denen der Verein immer parteineutral agiert. Hier werden Möglichkeiten geboten, die eigene Meinung zu vertreten, rhetorische Fähigkeiten zu trainieren und tiefergehende Einblicke in die Meinungen anderer zu bekommen. Junge Menschen zwischen 16-30 Jahren diskutieren hier zu Themen, wie beispielsweise dem Klimawandel oder einer Europäischen Armee. 
Dabei geht es nicht darum, jemanden von einer bestimmten politischen Meinung zu überzeugen, sondern einen Raum für konstruktiven Diskurs zu ermöglichen.  
„Wenn Menschen sich in der Öffentlichkeit streiten, geht es oft um politische Themen. Da müssen wir definitiv lernen, dass die Leute besser miteinander reden lernen“, sagt Sven. 

Durch eigene Ausgrenzungs-Erfahrungen andere einbeziehen 

Sven lebt in Zwickau, studiert BWL und ist der jüngste von vier Brüdern.  
In seiner Schulzeit galt er als Außenseiter und wurde von seinen Mitschülern gemobbt, sodass er schließlich die Schule wechselte. Diese schwierige Erfahrung lehrte ihn „offen auf Menschen zuzugehen, egal, wo sie herkommen oder wie sie aussehen“.

Heute reflektiert Sven seine Mobbingerfahrung so: „Im Nachhinein betrachtet war es für mich wichtig, um der zu werden, der ich bin. Weil ich die  Erfahrung gemacht habe, wie es ist, ausgestoßen zu werden.“

Svens Einfühlungsvermögen wurde durch seine eigenen Ausgrenzungs-Erfahrungen geschärft. „Der wichtigste Punkt für mich war, dass     ich anders mit Leuten umgehe, wenn ich sehe, es geht ihnen gerade schlecht oder ihnen passiert das selbst. Ich gehe dann häufig auf solche Leute zu und verstehe mich direkt mit ihnen, weil ich weiß, was sie durchmachen.“ 

Der Schulwechsel stellte sich schließlich als großes Glück heraus, denn eine Lehrerin erkannte sein rhetorisches Talent und ermutigte ihn zur Teilnahme an einem Jugend-Debattierforum („Jugendredeforum“). Ab diesem Moment begann er, sich intensiv mit Politik zu beschäftigen und besuchte zahlreiche politische Jugendveranstaltungen.

Auf einer dieser Veranstaltungen lernte er Theo Spitzner kennen, mit dem er im Jahr 2018 den Verein „Fortschritt-Vision-Diskurs e.V.“ gründete. 

Optimist mit Vision 

Sven ist über seinen Verein hinaus Mitglied in der freiwilligen Feuerwehr und findet, dass ehrenamtlicher Einsatz unverzichtbar für gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Er möchte mit seinem Engagement bei der Feuerwehr zeigen, dass man sich vielseitig für unsere Gesellschaft einsetzen kann. Grundsätzlich ist Sven Optimist und glaubt daran, dass die Menschen durch Kommunikation und Austausch wieder näher zueinander finden können. Deshalb ist Sven Teil der #Generation Grenzenlos.

Kurzinterview

Sven, was treibt dich an bei deinem Engagement?  

Ich denke, das sind viele Dinge, die hier zusammenspielen. Zum einen sind es die vielen Möglichkeiten und Chancen, wie auch diese hier, zum anderen vielleicht einfach ein Ausgleich zum Alltag. Wobei es ja mittlerweile mein Alltag ist. 
Ich denke es ist aber auch die Anerkennung, welche hiermit einhergeht und die Wertschätzung, die man für seine getane Arbeit bekommt. Aber auch die Menschen, welche man so kennen und mögen lernt sowie die vielen unvergesslichen Momente, die damit entstehen.  
Auch bin ich der Überzeugung, dass man unserer Gesellschaft so etwas zurückgeben kann und man die Orte, die man mit der Heimat verbindet, einfach besser macht.  

Welche Ziele hast du für die Zukunft? Was willst du in Zukunft erreichen? 

Im Allgemeinen sage ich hier immer, eines meiner größeren Lebensziele ist, in den Landtag zu kommen. Aber da man natürlich auch anders gerüstet sein muss, hab ich für mich entschieden, zu versuchen, in einer Stiftung zu arbeiten oder als Moderator und Rhetoriktrainer aktiv zu werden (hab ja hier auch schon einige Erfahrungen und Preise im Reden bekommen). Aber natürlich ist auch die Vereinsarbeit nicht unwichtig und ich werde dies auch immer mit berücksichtigen.

Was möchtest du jungen Menschen mitgeben? 

Dass sie es einfach anpacken sollen. Wenn man eine gute Idee hat und davon überzeugt ist, dann sollte man das einfach starten... schauen, wer einem helfen kann, sich Unterstützung suchen und es einfach machen.  
Gerade wenn man vielleicht erstmal ein Außenseiter ist oder viele meinen “das klappt nie!”, sollte man es erst recht versuchen. Selbst meine Eltern hatten dieser Idee, einen Verein zu gründen, damals erstmal relativ skeptisch entgegen geschaut - und doch ist es ein voller Erfolg geworden. Sie engagieren sich dort sogar selbst. Ja... mit vielen Höhen und Tiefen, aber ich bin jetzt verankert und hab meine Freunde gefunden. Seid selbstbewusst und lasst euch nicht alles gefallen.

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